Für Sigmar Gabriel ging es um sehr viel. Er ließ die SPD über die Vorratsdatenspeicherung (VDS) abstimmen und damit auch über sich. Die SPD steht hinter ihrem Vorsitzenden, doch so richtig überzeugen konnte die Vorratsdatenspeicherung auf den Parteikonvent nicht. Es war ein knapper Sieg für den Vizekanzler – 56 Prozent haben für das Gesetz gestimmt. Nach der Sommerpause im Bundestag soll das Gesetz beschlossen werden. Mit der VDS werden Verbindungsdaten gespeichert wie zum Beispiel: Wer hat mit wem wann und wie lange telefoniert? Auch der Standort beim Telefonieren wird gespeichert. So können Bewegungsprofile der Smartphone-Nutzer erstellt werden. Zwar werden diese Informationen von den Telekommunikationsanbietern schon lange gespeichert, diese Daten sollen dem Staat aber leichter zugänglich werden. Wohin geht die Reise der Vorratsdatenspeicherung? weiterlesen